Freitag, 17. November 2006

Frieden

"Im Frieden liegen Ruhe, Stille und Harmonie. Doch die Zwei der Schwerter kann auch Starre, Stillstand und Bewegungslosigkeit bedeuten. Wenn Frieden als dominanter Aspekt auftritt, bleiben Veränderungen und Revolutionen aus.

Beurteilen Sie den "Frieden" immer in Relation zur aktuellen Fragestellung und den umliegenden Karten. Der Einfluss dieser Karte weist immer auf Andauer des Bestehenden, manchmal auch auf mangelnde Entschlussfreudigkeit hin."

Interessant nicht wahr, die Quelle dieses mich ins Denken gestoßen Habenden ist eine zufällig gezogene Tarot-Karte, die erste meines Lebens, Frieden, interessant was Frieden wirklich ist, ich dachte immer Frieden wäre etwas Gutes und wollte es doch nie wahrhaben, na ja vielleicht ist es tatsächlich nichts Gutes und nur Stillstand, tja wenn es keine umliegenden Karten gibt, keine Fragestellung, kann es dann vielleicht um alles gehen. Der Begriff selbst ist das Problem, mangelnde Entschlussfreudigkeit, ja Frieden, oberflächlich ist auch dann Frieden wenn sich alles nach Krieg sehnt und niemand losschlägt, Frieden als Starre, Frieden als Unterdrückung, ist es nicht so dass zu Friedenzeiten viele Diktaturen mehr Menschen getötet haben als während des Kriegs und ist es nicht so, dass seither Frieden ein Bestreben jeden Krieges ist? Warum? Warum Frieden, wenn es doch nur unterdrückte Kriegslust ist? Warum Frieden wenn es doch nur Feigheit ist, zu kämpfen, wenn es doch bloß ein anderes Wort für unentschlossen ist, warum Frieden, wenn alles in einem sich im Krieg befindet, warum stillhalten und mit ansehen, wie der Frieden die Mordlust, die Gewalt, die Ohnmacht nährt, die uns täglich ins Gehirn gepresst wird durch mediale Kontrolle. Wir leben in einer "friedlichen" Welt voller Unterdrückung unserer Selbst, unsere Perversion müssen wir uns im Fernsehen ansehen, selbst dort werden wir bevormundet, in dem man uns nur das zeigt was irgendeine Behörde freigibt. So greifen wir zum großen Geld und müssen uns in Zeiten des Friedens in den Kampf begeben unsere Rechte durchzusetzen, wir tun dies als Unterdrückte in einem System der Unterdrückung, wie anders ist es zu erklären, dass man sich im Internet seine Filme, die die man sehen will beschaffen muss aus Nachbarländern, weil das eigene Land es als gefährlich ansieht, wenn man sich jene ansieht, ich weiß nicht genau von wem es stammt, aber an dieser Stelle muss es zitiert werden: "Waffen töten keinen Menschen, Menschen töten Menschen!" Und genau so ist es, jeder ist für sein Handeln verantwortlich, er muss nicht bevormundet werden. Frieden kann man nicht erzwingen, Frieden zu erzwingen bedeutet Krieg. Also frage ich mich ist es Frieden in dem wir leben?

Für mich persönlich bedeutet jene Karte nicht mehr als das, was ich bereits weiß, dass ich endlich mal entscheidungsfreudiger werden muss und für das, was ich will kämpfen muss, Opfer bringen und rücksichtslos sein muss, aber das kann ich nicht, erst wenn ich es schaffe für meine Ziele alles zu geben lebe ich mit mir selbst in Frieden, solange werde ich ein unruhiger Geist sein, der im ständigen Krieg mit sich selbst lebt! Und doch ist der Frieden der mich umgibt ein Stillstand. Herbert Grönemeyer singt in seinem Titel: 'Bleibt alles anders' von "Stillstand ist der Tod, geht's voran bleibt alles anders", es ist wohl so, dass wir uns ständig bewegen müssen um nicht zu erfrieren in der Kälte eines Augenblicks und erstarren um uns nie mehr zu regen. Ist Frieden wirklich etwas Gutes? Es ist wie eine Freundin mal sagte: "Manchmal wünsch ich mir, dass Momente ewig dauern, aber bitte dann wenn es ganz schön ist!"
Es geht nicht um Krieg und Frieden, sondern genau darum, wir dürfen nicht darauf warten, dass andere für uns Kriege führen um uns den Frieden aufdrängen zu können, den sie für richtig halten, uns Ewigkeiten vorgaukeln, die keine sind, weil wir uns nicht an die guten Momente erinnern, es sind die Momente, die wir nie vergessen, die uns Frieden bringen, sie sind es die wir uns erkämpfen müssen, so wie jeder "seines eigenen Glückes Schmied" sollte auch jeder seines eigenen Friedens Krieger sein.

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