GaM: Guten Tag Herr K!
Ich: Sie dürfen mich ruhig Alexander nennen!
GaM: Das ist ja wundervoll! So, nun wollen wir aber mal loslegen.
Mich würde mal interessieren, wie und wodurch Sie beim Gedichte schreiben inspiriert werden.
Ich: Oft durch Zufälle, wie ein Gespräch mit Personen aus der Vergangenheit oder banale Situationen im Alltag, wie zum Beispiel ein Gang durch die Einkaufsstraße, aber die meiste Inspiration gibt mir meine langjährige Freundin und Weggefährtin.
GaM: Was für ein Gefühl haben Sie beim Verfassen eines Gedichtes? Ist das Schreiben für Sie eine Art Therapie, durch die Sie ihre persönlichen Erlebnisse verarbeiten??
Ich: Ein wohliges Gefühl in der Magengegend, meist bekomm ich zunehmend Hunger. Denn die Themen die ich bearbeite oder besser verarbeite betreffen teilweise meine privaten Erlebnisse und gehen mir manchmal sehr an die Substanz. Daher brauche ich beim Verfassen von Gedichten ab und zu mal einen Snäck!
GaM: O.k., nächste Frage. Wie sind Sie überhaupt auf den Gedanken gekommen Gedichte zu verfassen?
Ich: Darf ich weiter ausholen?
GaM: Ja natürlich, wir haben Zeit!
Ich: Also, ich habe begonnen im Alter von 12 Jahren Kurzgeschichten auch außerhalb des Deutschunterrichtes zu schreiben. Dann habe ich mit 13 mein erstes kleines Buch mit Kurzgeschichten, na ja eigentlich war es nur ein Schulheft geschrieben. Daraufhin war ich der Überzeugung es sei Müll. Die nächste 9 Monate schrieb ich fast nichts, ich war nicht inspiriert und dachte ans Umsatteln. Ich sattelte also vom Geschichtenschreiber zum Dichter um und schrieb mit Mitte 14 mein erstes Gedicht für meine damals angebetete Freundin und sie machte mit mir Schluss.
GaM: Wie konnte das nur passieren? Ich meine so ein romantischer Poet wie Sie?
Ich: Sie schmeicheln mir. (Aber lass meinen Arsch los du Schwuchtel!) Sie war damals sehr verwirrt und wusste es nicht zu ehren, dass ich diese besondere Begabung besitze und Ihr dies zu Füßen legen wollte. 2 Wochen später kam sie wieder angekrochen und wir versöhnten uns. Von da an freute sie sich auf jeden Abend den wir zusammen verbrachten. Dann haben wir uns nach einem dreiviertel Jahr auseinandergelebt und sind in Freundschaft auseinandergegangen und ich habe dann erst recht angefangen Gedichte zu schreiben, die größtenteils meine Trauer über die Trennung ausdrückten. Bis heute beeinflusst sie meine lyrischen Werke.
GaM: Also, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, schöpfen Sie Ihre „Lyrische Kraft“ aus der Liebe! Das ist ja äußerst erfreulich!
Ich: Das haben Sie sehr gut erkannt, ich schöpfe meine Energie aus dem Schmerz und dem Leid, das mir durch die Liebe zugefügt worden ist. Es ist deshalb in meinen Werken eine meist dunkle, melancholische Grundstimmung zu erkennen.
GaM: Das ist faszinierend! In Ihnen scheint ja ein ewig loderndes Feuer zu brennen!
Ich: In welcher Richtung meinen Sie?
GaM: Ein Leben lang auf der Suche nach der Einen, Wahren Liebe!
Ich: Ist das nicht jeder von uns in irgendeiner Weise? Ich habe nur den geringen Vorteil, dass ich es der „EINEN“auf dem Weg durch die Blume sagen und ihr dabei so viel Honig ums Maul schmieren kann, dass es positive Gefühle mir gegenüber auslösen würde. Da Zucker, wie viele Stoffe Endorphine freisetzt ist dies eine Redewendung, die mir persönlich sehr gut gefällt, da sie auf alle meine Gedichte zutrifft, denn ich will dass der/die Leser/in sich dabei wohlfühlt und eine Erwärmung des Herzens spürt.
GaM: Mir ist aufgefallen, dass sich viele ihrer Gedichte nicht reimen. Was ist der Grund dafür?
Ich: Ich denke es ist keine Kunst, Reime zu finden, es ist eine viel größere Kunst, ein Gebilde aus sich nicht reimenden Zeilen zu einem Ganzen zu formen und es ist normalerweise auch wesentlich zeitaufwendiger, wie eine alte Freundin sagte, denn sie fühlte sich im Bett vernachlässigt, da ich mit einem Stift unter dem Kopfkissen schlafe.
GaM: Ich danke Ihnen für Ihre kostbare Zeit und wünsche Ihnen noch viel Erfolg! Auf Wiedersehen!