Samstag, 14. Oktober 2006

Buch & Organisation

Bin jetzt gerade mit zwei weiteren Kapiteln meines Buchs fertig, das ich schreibe, ich weiß nicht ob es schlau ist, das Buch mittendrin zu beginnen und immer mal so wenn einem was in den Kopf kommt ein Kapitel zu schreiben, könnte vielleicht am Ende den Lesefluss beeinflussen, aber egal, kommt ja auf die Message an, die rüberkommen soll. Wird schwer genug das alles zu schreiben, was ich unterbringen will.
Außerdem habe ich mir weitergehende Gedanken zu meiner Organisation gemacht, die ich gründen will, Details dazu jedoch erst, wenn ich ne Homepage dazu online gestellt habe, wo einige Ideen dann manifestiert nachzulesen sind, außerdem muss ich das ganze erst gründliche auf Verstöße gegen geltendes EU-Recht prüfen. Nicht dass ich als Terrorist im Knast lande oder so.
Ich denke die letzten Zeilen sind schon wieder Müll, ich hätte den Eintrag auch lassen können, aber wichtig ist wohl zu erfahren, dass ich mich durch die Arbeit am Buch Stück für Stück mit dem auseinandersetze, was mich fast zerstört hätte und irgendwie fällt auch mit jedem Kapitel ein Stück Last von mir ab. Tja selbst wenn das Buch am Ende scheisse ist, kann ich zumindest sagen, dass es mir geholfen hat, das ist ja auch mal was!

Aktuelle Stimmung: happy*hochschau*

Aktuelle Musik: Luna Luna - Deutsche Nacht

(Original Live Journal)

Donnerstag, 12. Oktober 2006

Seems I am a Ladendieb

Tatort Edeka...
Auf der Suche nach einer Kleinigkeit zum Geburtstag für meine Cousine, irgendson Schokozeug und ner Flasche Whiskey war ich mit meinem Bruder im Edeka unten anner Kreuzung und wir gingen so durch die Regale und redeten und redeten...
Ich muss wohl einen äußerst kaputten Eindruck auf die junge Angestellte dort gemacht haben, naja ich würde gern wissen, was an dem Outfit so kriminell aussah, dass die zu uns kam und erst ganz freundlich meinte: "Kann ich euch helfen?" Daraufhin antwortete ich: "Nö, wir wissen selber noch nicht, was wir wollen! Aber danke!" Anschließend machte sie auf dem Absatz kehrt und redete laut vor sich hin: "Wir ham hier Kameras, und ich hab euch im Auge, wir ham alle ein Auge auf euch!" Muss man sich sowas geben? Nur weil man ne Flasche Jim und nen Schokopartymix kauft und aussieht als käme man grad ausm Bett, was ja nun auch so war... ey mal echt, das fand ich sehr merkwürdig... aber irgendwie auch amüsant!

(Original Live Journal)

Mittwoch, 11. Oktober 2006

17 Stunden Osnabrück

Director's Cut oder so!

Nach einem sehr nervigen und anstrengenden Tag mit allem, was einen so ankotzen kann kam ich um 18.45 in Osnabrück an, genervt und noch voller unausgesprochener Wut in mir und da wartete das Fräulein auf mich, wegen dem ich mir den ganzen Stress überhaupt angetan hatte. Sie saß da und wartete schon eine halbe Stunde auf mich und sah auch wirklich etwas angeknittert aus. Zu Recht! Zusammen marschierten wir dann in Richtung Plus, wo sie noch einige Einkäufe für zu Hause machen musste, der Mantel war zu schwer und zu warm und so war es auch der Rucksack...
Ich schilderte auf dem Weg meinen äußerst frustrierenden Tag bis zu diesem Moment, das war er in der Tat gewesen, alles begann mit einem sinnfreien Streit zwischen mir und meiner Mutter, ich weiß gar nicht mehr worum es ging, egal... anschließend bin ich nach einem Fehlversuch dann wieder los, dabei musste ich frustriert eine Beschädigung meines Fahrrades feststellen, beim Treten der Pedale sprang die Kette ab, also konnte ich den 16.42er, den ich nehmen wollte, weil der erste nicht mehr zu schaffen war, da mein Frustbad zu lange dauerte... naja bevor ich feststellen musste, dass es mir unmöglich wäre, den Zug pünktlich zu erreichen wurde mir bewusst, durch Schmerzen eingehämmert, dass mein Fuss kaputt und eingerissen ist, ich also die schweren Schuhe tragen muss. Die Tatsache hatte zur Folge, dass ich um 17 Uhr erneut das Haus verließ um so gegen 17.40 am Bahnhof zu sein, wo der Zug um 17.46 einfahren würde. In der Hektik vergaß ich dann passendes Geld mitzunehmen um den Automaten zu bezahlen (es ist unglaublich, wie viele Leute entweder kein Geld haben oder nicht passend oder einfach nur kein Bock haben einem was zu wechseln, dass man dringend braucht, hätt Kotzen können) Der Zug hatte schon Verspätung und ich hab ihn trotzdem nich gekriegt, es ist ein Skandal... naja dann war es kurz nach 6 und ich wollte den nächsten nehmen, aber wo an Geld kommen, auf die Idee beim Bäcker was zu kaufen um an Kleingeld zu kommen hat mich Rebekka am Telefon gebracht, naja das war auch gut so... Ich beim Bäcker rein, stand da ne echt süße Bedienung und fragt mich, was ich gern hätte *gg*. Meine Antwort: "Egal!" Ein entgeisterter Blick war das was ich bekam. Darauf korrigierte ich mich und sagte nachdem ich die leere Auslage betrachtete und noch ein paar leckere Dinge sah: "Sind das Nussecken?" Ich zeigte mit dem Finger darauf und die junge Frau nickte. "Dann hätt ich gern eine davon..." Damit fing es dann wieder an, sie antwortete: "Haben Sie es klein?" Ich: "Nein" während ich meinen Problemfall 20€ Schein hinhielt. Daraufhin sagte sie, sie hätte bereits Kasse gemacht und so, ob ich wirklich kein Kleingeld hätte. Sie tat mir irgendwie leid, wie sie da so stand, mit meinem Charme entgegnete ich ihr: "Es tut mir wirklich sehr leid, aber ich brauch das Wechselgeld, das ist sehr wichtig für mich, weil ich sonst den nächsten Zug wieder nich bekomm!" Daraufhin nickte sie gütig und ich glaube ein Lächeln entdeckt zu haben. Vielleicht hätte ich ihr meine Telefonnummer auf den Schein kritzeln sollen, naja whatever, sie gab mir die Nussecke und im rausgehen entschuldigte ich mich noch einmal bei ihr, es tat mir wirklich leid. Naja dann ging ich mit der Nussecke im Mund und frohen Mutes zum Automaten und wollte meinen Fahrschein lösen... Aber da stand schon das nächste Übel vor mir, unglaublich sowas echt mal. Eine türkische Mutter mit ihrer Tochter, die Tochter stand mit einem Handy am Ohr vorm Automaten und ließ sich erklären wie der Automat funktionierte, es ging um die Fahrt nach Herford... Code 6200, danach wählt man dann die Fahrt aus (1 Direkt 2 über Enger und 3 hab ich vergessen) das wollte sie nicht checken und hat andauernd auf Einzelfahrt gedrückt... irgendwann hab ich dann eingegriffen und es erklärt, daraufhin hat sie nicht etwa ein Ticket gezogen sondern ihrer Mutter erklärt, wie es geht in einer mir unverständlichen sehr ü-lastigen Sprache. Jedenfalls trat die Mutter dann an den Automaten und tippte das gleiche ein und löste auch kein Ticket, daraufhin hat sich die Tochter, die für eine Türkin meiner Meinung nach wirklich nicht so schlecht aussah bei mir bedankt und mir erklärt, dass sie nur was ausprobieren wollten, das hat mich fast wieder auf 180 gebracht aber ich hab freundlich gelächelt und bin an den Automaten getreten hab mein Ticket (welches ich nicht gebraucht habe) nach Osnabrück gelöst für 7 Euronen, das is Wucher! Anschließend setzte ich mich schon an das Gleis und wartete auf den Zug, was sich im Nachhinein als fataler Fehler erwies, denn kurz darauf kamen 2 circa 30 Jährige Styletusen an und setzten sich direkt hinter mich. Nicht nur, dass sie aussahen wie Toastbrote auf Beinen, sie schienen sich dabei auch wohlzufühlen. Notgedrungenermaßen musste ich ihr Gespräch belauschen und habe dabei fast Ohrenkrebs bekommen.
Ein kurzer Auszug (der Einfachheit halber nenne ich beide B & H)
H: "Also Sonntag diekt nach dem Aufstehen ins Solarium, dann ist der Tag gerettet!"
B: "Ja du hast recht, am besten direkt ne Massage danach, herrlich... ach ich mag das, wo es draußen so kalt ist, hab letztens meinen BH ausgehabt, das war nicht gut, gestern hab ich mir nen Badeanzug angezogen! Das war besser!"
H: "Echt im Badeanzug... hätte dein Mann was dagegen wenn wir demnächst mal so ein Wellnesswochenende zu zweit machen? ... Warum antwortest denn nicht, is das nich so dein Ding? Dann musst du es sagen..."
B: "Ich hab da noch nich so drüber nachgedacht, ach ich glaub den Bernd stört das nicht, dann kann der auch mal wieder was mit seinen Skatfreunden machen!"

Das muss an dieser Stelle reichen, wie kann man nur so klischeehaft sein und außerdem neeeee... Den Solarium am Sonntag Spruch musste ich mir nachdem ich Rebekka diese Story erzählte sehr oft anhören und wir haben uns darüber köstlich amüsiert!

Nachdem wir bei ihr waren, haben wir dann zusammen, kann man so eigentlich nich sagen, haben wir während im Fernsehen Charmed lief gequasselt... anschließend sind wir dann ins DK gegangen, auf dem Weg wurden wir von einem Quartett von der Black Music, der ich mich nicht zugehörig fühle angeschwallt... das war sehr lustig vor allem weil jemand meinte mich als Witzfigur zu bezeichnen, ich bin froh, dass Rebekka eine so beruhigende Wirkung auf mich hatte, dass ich darüber lachen konnte und es runtergeschluckt habe, 4 sind eigentlich 3 zuviel um sich mit ihnen anzulegen, aber so is das halt. Nun gut als wir im DK waren fühlte ich mich fast vom ersten Moment an, wie daheim... sehr angenehmes schnuckeliges Ambiente und wirklich kuschlig klein... und dennoch war ich sehr ängstlich und unsicher, wie ich es scheinbar in fremden Umgebungen und Lebensräumen immer bin, fiel mir schon bei Rebekka zu Hause auf, dass ich still wurde... naja mit der Zeit gewöhnte ich mich dann an die Örtlichkeit und konnte die Musik genießen, die obwohl teilweise industriallastig und sehr laut, zumindest empfand ich es so, sehr gut war, auch wenn die DJs eher unterklassig waren. Aber hat mir sehr gut gefallen, ich war vor allem froh nicht alleine zu sein.
Irgendwann verließen wir dann die Örtlicheit und hatten an einer Tankstelle unseren Spaß. Wir hatten Hunger und irgendwie Lust auf rauchen, Rebekka kam auf die geniale Idee Black Devils zu kaufen (die ich bisher nur aus "Der Eisbär" kannte) und daher gingen wir zur Tanke mit dem großen Sortiment und fragten, der Dialog...
T = Tankwart; A = Alex R = Rebekka
Als ein scheinbar angetrunkener nach dem Kauf einer Desperado Flasche in sein Pizza Taxi einstieg und davonbrauste ging ich zum Schalter, das Fräulein neben mir...
T: "Was darf's sein?"
A: "Wir hätten gerne eine Schachtel Black Devils, bitte!"
T: (kicherte) "Black Devils, White Jesus weiß nich ob wa die haben, muss ich erst mein Kollegen fragen."
R: (leise) "Der nimmt uns nich ernst! Wenn sie die nich haben (lächelt)..."
A: (grinst) "...dann nehmen wir Erdnussflips!"
T: "Ne die ham wa nich...!"
A: "Sonst irgendwelche Zigaretten mit Vanillegeschmack?"
T: (grinst) "Nein."
A: "Ok dann nehmen wir Erdnussflips."
T: "Das sind aber keine Zigaretten!"
A: "Das weiß ich, könnten sie mal gucken, was son Smirnoff Ice Ding kostet?"
T: (im Gehen) "Soll ich dann schon gleich zwei mitbringen, aufm Rückweg."
A: (zu R) "Ist bestimmt teuer" (zu T) "Wenn unter 4€ kostet, nehm ich einen."
T: "2,69!"
A: "Ja nehm ich."
T: "Sonst noch was?" (sichtlich entnervt) [aus Gründen der eh schon übertriebenen Überlänge hab ich die Suche nach den richtigen Erdnussflips schon gekürzt/rausgeschnitten]
A: "Nö!" (lacht)
Naja und dann hab ich halt bezahlt und dann kam son lustiger Spruch, wie: "Wenn ihr das nächste mal Vanillezigaretten wollt oder so, vielleicht ham wa dann ja welche..." Er schien es nicht zu glauben, dass es sie tatsächlich gibt... aber googlet euch die mal selbst oder so, die schmecken toll "mmmmh mild, sanft im Geschmack"
Nun denn in ein paar Zügen war der Smirnoff leer und er schmeckte wie Wasser und das für einen trockenen Teilzeitalkoholiker, hatte danach nichtmal Durst auf mehr, war aber nach der langen Zeit echt mal wieder lecker... whatever sind dann nach Rebekka, während wir die Tüte Flips leerten und sie mir die Stadt näher brachte *gg* fühlte ich mich toll und ich weiß, dass es nich an den 3% lag!
Bei ihr angekommen, sind wir dann schlafen gegangen, es hat sehr lange gedauert bis ich dann ein Paar Stunden Schlaf bekam (2 halt) weil um 8 war aufstehen angesagt, ich war noch so müde, packte meinen Kram zusammen und ließ, wie ich heute, da mir der Akku vom Handy verreckt ist feststellen musste das Ladegerät dort liegen neben den tollen Cds (das ist übrigens mein Ernst, denn es sind echt gute dabei), die dort gestapelt auf dem Schreibtisch lagen... Ich habe sogar eine mir geschenkte "Sonnen"brille dort liegen lassen, ich bin mir sicher, dass ich das noch klären kann.
Hm, ja dann waren wir noch bei ihrem Augenarzt, der ihr dann sagte, was man ihr schon ansieht *gg* "du hast tolle Augen", sie war sehr froh darüber und sehr happy, nach 3 Stunden im Wartezimmer hatte ich Kopfschmerzen, da ich am Morgen um nich mehr ganz so muffig zu riechen, denn das tat das Subway Shirt und ich nichts zum wechseln mithatte und nicht Rebekkas Kleidung tragen wollte, das ding eingesprayt... whatever! Waren dann noch bei Saturn und haben uns Filme angesehn um anschließend im Kaufhof durch die Spielzeug und Halloween Abteilung zu gehen, irgendwie bin ich auf Teddybären fixiert... das klingt merkwürdig aber es ist echt so, das ist mir bisher noch nie so aufgefallen, aber ich steh einfach auf Teddys. Bis zum Bahnhof, wo in einer kollosallen Abschlussszene fast filmreif nach der Umarmung sich unsere Blick im Zurückblicken noch einmal trafen ging mein Schnürsenkel andauernd wieder auf und ich verbrauchte mein letztes Geld für eine kühle Cola beim Bäcker, weil mir die beim Zeitungsstand zu teuer war! Naja so war das und es war eigentlich toll! Wirklich toll!

(Original Live Journal)

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Der Wanderer

Es war eine kalte Nacht, Nebelschwaden waberten schaurig über das Feld, der nahe Fluss schlängelte sich still durch die Wiesen, die ihn flankierten. Ein einsamer Wanderer ging an ihm entlang und summte ein fröhliches Liedchen von der Liebe und ihren wunderlichen Wegen, ab und an sah er hinauf zum Himmel, den Mond zu entdecken, doch er schien verhangen, von Wolken verschleiert.

Den Wanderer umgab ein Duft von Waldmeister und Schnaps, er kam wohl gerade von einem Umtrunk. Das hätte dann wohl auch erklärt, warum jener so schwankte und warum er keinen Ton traf, aber wer sollte es einem Mann verübeln ab und an mal ein kräftiges Glas Fusel zu genießen, niemand wäre ihm wohl böse gewesen, er schien niemanden zu haben, der sich überhaupt darum gekümmert hätte... wer weiß so was schon? Eigentlich könnte man sich genauso gut fragen, warum gerade er in dieser Nacht unterwegs war und warum der Zufall gerade ihn auswählte Zeuge der Ereignisse jener Nacht zu werden. Aber darauf wird es wohl genauso wenig eine Antwort geben, wie die, ob ihn jemand vermisst hätte.

Er wanderte mehrere Kilometer bis zu einem kleinen Steg, dort setzte er sich dann, die Füße in das eiskalte Wasser gesenkt ein wenig hin, um zu verschnaufen und ein wenig abzuschalten. Mittlerweile war sogar der Mond aus den Wolken aufgetaucht und schien auf das stetig fließende Gewässer zu seinen Füßen. Er blickte umher und sah irgendetwas im Wasser treiben. Er dachte zuerst an ein Krokodil, wahrscheinlich war das einer dieser typischen Gedanken, die man eigentlich nur unter Drogeneinfluss haben konnte, wo doch in jener Gegend seit Jahrtausenden keine Krokodile mehr gesichtet wurden. Die Strömung brachte das Treibgut immer näher, doch je näher es kam, desto schemenhafter schien es zu werden. Der Wanderer ergriff die Flucht vor dem vermeintlichen Krokodil und rannte so schnell er konnte vom Steg weg, jedoch war das scheinbar nicht das, was das Schicksal für ihn vorgesehen hatte.

Schon nach einigen Sekunden, blieb er an einer aus dem Boden ragenden Wurzel hängen und maulte sich. Er verlor das Gleichgewicht und der Reflex, der normalerweise einen ungebremsten Fall durch Ausfahren der Arme verhinderte, setzte wahrscheinlich bedingt durch den Alkoholkonsum und die dadurch verlangsamte Reaktion aus. So geschah es dann, dass er sich der Länge nach in das Gras niederließ, wobei er noch dachte: ‚Warum sind hier Steine?’ Bevor er diesen Gedanken jedoch weiter verfolgen konnte, schlug sein Schädel auf einen ungewöhnlich spitzen Stein der scheinbar plötzlich aus dem Boden auftauchte. Die Wucht des Aufpralls riss ein Loch in seinen Kopf aus dem sich Hirnmasse ergoss. Sein Körper zuckte noch einen kurzen Moment um dann erlahmt da zu liegen.

In genau diesem Augenblick zog sich eine unheimliche Gestalt aus dem Wasser auf den Steg, die Augen der Gestalt schienen schwarz zu sein, leer, leblos, so als würde man direkt in ihren Kopf sehen können und sähe doch nichts. Lange schwarze Haare umrahmten ein schemenhaftes Gesicht ohne erkennbaren Mund und ohne erkennbare Nase, das einzige was hervorstach waren die Augen. Diese schwarzen, leeren, toten Augen, das Wesen schien zu schweben, die zerfetzte Kleidung schien einen weißen Leib einer Mädchengestalt verhüllen zu wollen. Das Wesen schwebte zu dem Ort an dem der Wanderer lag, es war fast menschlich, beugte sich zum leblosen Körper herunter und sah sich die Bescherung an. Daraufhin ging es zum Fußende des Toten und ergriff die Beine des Wanderers und zog den Leichnam durch das Gras in Richtung Steg. Beim ersten Ruck lösten sich Reste der Schädeldecke vom Kopf und hinterließen einen Schleimfleck von breiiger Hirnmasse am Stein. Die Spur, die das auslaufende Sekret aus dem Schädel der Leiche hinterließ war ebenso auffällig, wie der von Blut und Hirnresten überzogene Stein und das durch die Schleifspur niedergedrückte hohe Gras. Das Wesen schien kein Interesse daran gehabt zu haben Spuren zu vermeiden, es zog den Leichnam unbeirrt in Richtung des Stegs während es die ganze Zeit vor sich hin murmelte. Es waren Laute, die kein menschliches Ohr zuvor gehört hatte. Die Laute hatten Ähnlichkeiten mit einem ständigen Keuchen und Flüstern. Am Steg angekommen legte das Wesen sich die Leiche in eine ihm scheinbar angenehme Position und setzte sich an seine Seite, nahm die kalte Hand des toten Wanderers und strich sanft darüber, ein dichter schwarzer Rauch umgab daraufhin die Leiche. Daraufhin verschwand das Wesen so, wie es gekommen war, durch das Wasser. Vorher drehte es seinen kopfähnlichen Körperfortsatz in die Richtung des Mondes, der hell vom Himmel schien, dann versank es wieder im Wasser. Der schwarze Rauch verschwand mit dem Wesen, so wie auch der Mond hinter einer Wolke. Übrig blieb der Leichnam des Wanderers, der alle viere von sich gestreckt auf dem Steg lag und dessen noch nicht geronnenes Blut sich über das Holz des Stegs in den Fluss ergoss.

Time to ajieh

Seit nunmehr 1 1/2 Jahren ist der Ausruf „ajieh“ als Erkennungsschrei in den Sprachgebrauch meines geliebten Bruders und mir selbst übergega...