Mittwoch, 28. Mai 2003

Auf dem Krankenbett

Auf einem Bett gelegen schwach,

betret den Raum ich, mach dich wach.

Rüstig tapfer blickst du her,

als hättest keine Schmerzen mehr.


Doch die Schmerzen stark wie nie,

vor mir verbergen willst du sie.

Damit nicht sorgen ich mich muss,

schickst per Hand mir einen Kuss.


Ohne drüber nachzudenken,

will die Blumen ich dir schenken,

die am morgen ich genommen,

denn die sollst doch du bekommen.


Die Stille, die den Raum erfüllt,

mein Herz sich leicht in Tränen hüllt.

Erfüllt von Angst und voller Mut

siehst du mich an, es geht mir gut.


Dein Antlitz birgt ein Lächeln tief,

das schon sehr lang in dir schlief.

Es wartet darauf raus zu kommen,

dein Lächeln es ist doch vollkommen.


Langsam auf dich zu ich geh,

am Ende deines Bettes steh,

dort liegst du nun und siehst mich an,

ein jahrelang bekannter Mann


Dich kenne ich seit ich am Leben,

du hast stets Liebe mir gegeben.

Den Mann der doch mein Vorbild war,

und seien wird, für immer dar.


Heimlich hinterm Haus geraucht

und dessen Schuhe ich gebraucht.

Dessen Hosen ich getragen,

ohne ihn darum zu fragen.


Gelesen in die Nacht mich hat,

obwohl von seiner Arbeit platt.

Alles würde tun für mich,

vergessen hatte er nur sich.


Ins Laken deines Bettes fällt

die Träne, die sich nicht mehr hält.

Nehm die Hand, die du mir reichst,

und spür wie meine Wange streichst


Ohne Worte wir verstehn

Nur durch in die Augen sehn.

Verstehen uns ohne ein Wort

Du sagst zu mir: „Nein geh nicht fort!“


Zwei Wochen später sitz ich hier,

wir sitzen bei ner Flasche Bier,

wie eng es doch gewesen ist,

wie schön, dass du jetzt bei uns bist


Die Liebe hat gerettet dich,

wenn auf dem Bett gewesen ich

dasselbe hättst getan für mich,

Vater mein, ich liebe dich!

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