Freitag, 25. Mai 2007

Abschiedsbrief (mal wieder)

Liebe Freunde!

Ich will gehen!

Ich will los!

Ich will weg!


Alles wonach ich strebe kann ich hier nicht erreichen,

nur berauscht kann ich mich wirklich freuen,

nur berauscht kann ich, ich selber sein!


Plane Dinge,

nähre Hoffnung,

trag mein Herz so vor mir her, als hätt ich nen Ersatz

und stets verzweifelt greife nach dem Messer,

um zu martern mit der dreckig rost'gen Klinge

dieses eine meine Herz!


Und schon wieder fühl ich Zuneigung,

fühle Schmerz und habe Angst,

ach für mich gibt es auf dieser Welt kein passendes Gegenstück,

allein bleib ich Ich und lüg ung lüg mir meinen Weg zurück.


Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr!


Liebe Freunde,

es tut mir leid,

ich will nicht länger warten,

jetzt wird es langsam höchste Zeit.


Nehmt euch davon die Schuld nicht an, es ist die Eure nicht!

Wenn sie jemand haben soll, dann doch die ganze Welt!


Eine Motte gesellt sich zu mir,

welch wunderschönes Tier.

Die Nacht verdient, das hat sie nicht

und doch ist sie heut Nacht bei mir.

Einem Sterbenden, der mit jeder aufgehenden Sonne den Tag verflucht, da er geboren!


Und so denk ich durch die Reihen der Bekannten, Freunden, Menschen...


Doch nur einer, zwei, drei fallen mir ein, wegen denen ich nicht gehen will.

Um den einen lässt sich streiten, ob er ein Grund ist oder auch es wert,

ja ich weiß nicht sagt mir mein Verstand, die Herzenshoffnung oft genährt.

Oft genährt und immer wieder enttäuscht...

Ob von mir selbst oder von Ihr?

Ich weiß es nicht, was macht das auch,

selbst im Tode in Gedanken der Hoffnung noch bei Ihr.


Dazu der unerschrockne Mondschein,

der mich schon so manche Dunkelheit überstehen ließ.

Der ungezügelte Humor und diese Kraft, dieses Verstehen,

könnt ein Leben leben, nur zu sehen.

Aus tiefsten Tiefen, aus stillster Stund

hat sie's geschafft, pure Anwesenheit,

verbrachte Zeit ließ drei Tage lang mich fliegen,

fühlt als könnt mich nichts besiegen,

doch leider träum ich immerzu,

von einem Engelsrendezvouz!


Wenn man so drüber sinnen beginnt,

bemerkt man, dass doch mehr sind,

denen man weh tut und die man verletzt,

doch leid können außer den Genannten

mir keine der Bekannten.

Zu nenn sind noch Hannes,

ein selten guter Mensch

und zuletzt, zuerst mein Einziger, mein Bruder!


Es tut mir leid!