Dienstag, 26. August 2014

Time to ajieh

Seit nunmehr 1 1/2 Jahren ist der Ausruf „ajieh“ als Erkennungsschrei in den Sprachgebrauch meines geliebten Bruders und mir selbst übergegangen. Allerdings schien es wie so oft kein neuer Tick zu sein. In Film und Fernsehen, diversen elektronischen Spielen taucht es immer wieder auf. Dies ist der Versuch, das Phänomen „ajieh“ greifbar zu machen und eine Aufmerksamkeit zu schaffen für diesen Ausruf, der sein Dasein in völliger Ungehörtheit fristet und doch allgegenwärtig scheint, wenn man zu den Wissenden gehört.

Was ich bislang verschwiegen habe: Es begann nicht als Meme, nicht als Zitat, nicht als ironischer Insider. Es begann als Schrei. Mein Schrei. Während einer meiner letzten Bauchfelldialysen zuhause, als mich ein bis dahin unbekannter Schmerz durchzuckte, kam dieses Geräusch einfach aus mir heraus. Kein geplantes Wort, kein Gedanke nur ein Laut. „Ajieh“. Und wie das mit solchen Dingen ist, wenn sie einmal ausgesprochen sind, beginnen sie zu leben. Wir nannten plötzlich sogar die Federwaage, mit der ich meinen Ausfluss kontrollierte, „die Ajieh“. Es entstand ein Song „Das ist die Ajieh“, angelehnt an „Das ist der Moment“, von den Toten Hosen. Und ehe man sich versieht, hat ein einzelner Laut eine eigene kleine Welt gebaut.

Und dann fiel uns etwas auf. Dieses „ajieh“ war nicht nur unseres. Es war schon da. Überall. Jar Jar Binks haut in Clone Wars Laute raus, die verdächtig nah dran sind. Diddy Kong kreischt sich durch Mario Kart und man hört es wieder. Die Minions nuscheln es in ihrer eigenen Sprache, die Rabbids schreien es dir ins Gesicht, als hätten sie nie etwas anderes getan. Selbst Crash Bandicoot bewegt sich irgendwo in dieser Zone zwischen „woah“ und „ajieh“. Und plötzlich wird aus einem spontanen Schmerzlaut ein Muster. Ein Phänomen.

Die Theorie dazu ist eigentlich fast schon zu simpel: „ajieh“ ist kein echtes Wort. Es ist ein Laut, den unser Gehirn erkennt, bevor es ihn versteht. Kurz, hoch, leicht nasal, irgendwo zwischen Überraschung, Schmerz und kompletter Überforderung. Eine Art universeller Comic-Reflex. Deshalb taucht er so oft bei Sidekicks, bei Tieren, bei Figuren auf, die nicht ganz ernst genommen werden sollen, aber trotzdem irgendwie alles zusammenhalten. Unser Kopf macht daraus dann ein „ajieh“, obwohl es eigentlich immer ein kleines bisschen anders ist. Wir haben es nicht erfunden, leider nicht, es ist etwas, das wir entdeckt haben. Ein Laut, der sich durch Medien, Spiele und wahrscheinlich auch durch das Leben echter Menschen (also außer uns) zieht, ohne dass jemand ihm je einen Namen gegeben hat. Bis jetzt. Vielleicht ist „ajieh“ am Ende genau das: kein Wort, sondern ein Gefühl. Ein kurzer Moment, in dem Körper und Geist gleichzeitig sagen: Was zur Hölle war das gerade? Und wenn du einmal angefangen hast, darauf zu achten, wirst du es nicht mehr los. Es ist überall. In Filmen, in Spielen, vielleicht sogar in deinem eigenen Kopf. Und wenn es dich das nächste Mal erwischt, dann weißt du zumindest, wie es heißt.
Ajieh!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Intensiv - Der Anfang

Wenn man erwacht, ist die Welt meistens noch in Ordnung. Nicht so dieses Mal. Alex erwachte aus einem tiefen, tiefen Schlaf, aber nichts war in Ordnung, gar nichts. Schon der erste Gedanke war: Todesangst! Warum kann ich nicht atmen? Wo bin ich? Was ist passiert? Erstmal egal, ich bekomme keine Luft, will schreien, warum zur Hölle kann ich nicht schreien?

Gerade als er während die Fragen seine Panik ins Unermessliche steigen ließen begann den Raum wahr zu nehmen, eine dunkle Höhle, in gelbliches Licht getaucht, gerade in diesem Moment schnellte seine Hand hoch und ergriff das schlangenhafte Wesen, dass sich in seinem Hals befand. Unter schwerem Würgen entledigte er sich dem Grauen, das ihm die Luft nahm. Er atmete mehrmals kräftig durch und versuchte seine wirren Gedanken zu ordnen. Doch es gelang ihm nicht, sich selbst zu erklären, was er in einer gelblich schimmernden Höhle machte, warum er sich nicht bewegen konnte und wer die Kuttenträger waren, die in fremdartiger Sprache auf ihn einzureden schienen. Es schossen ihm die verschiedensten Varianten durch den Kopf. Entführung durch Terroristen, aber warum? Lösegeld könnte niemand zahlen und wie sollten die ihn überhaupt irgendwo erwischt haben, wo er doch nie raus ging? Viel wahrscheinlicher erschien ihm da schon die Theorie, irgendwelche religiösen Eiferer hätten ihn mithilfe seiner durchgeknallten Exfreundin, die selbst vor einiger Zeit Mitglied des Templerordens oder so was geworden war, aufgespürt und hier her verschleppt, um ihn zu bekehren und ihm den Teufel auszutreiben, der ihn dazu trieb, sich in seinem Blog so negativ über die ausufernde falsche Religiosität und damit verbundener weiterer Lügen auszulassen. Doch gerade als er diesen Gedanken zu Ende dachte, zog es ihn wieder davon und er fiel zurück in den komatösen Zustand, aus dem er gerade erst erwacht war.

2 Tage vorher...

Montag, 2. Juni 2014

Mieses Wochenende

Manchmal braucht es gar keinen großen Knall, um zu merken, dass ein Wochenende komplett daneben geht – es reicht schon, wenn der Körper einfach sagt: „Heute nicht.“

Freitag fing noch halbwegs kontrolliert an. Dialyse, Blutdruck bei 140/90, also nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Doch kurz vor Schluss setzte dieser dumpfe Kopfschmerz ein, der sich dann hartnäckig bis tief in die Nacht zog. Paracetamol, ein bisschen Wasser – mehr war da nicht zu holen, außer die Hoffnung, dass der Samstag besser wird.

Samstag war dann so ein typischer „läuft schon irgendwie“-Tag. Neues Medikament gestartet, Lercanidipin, dazu ein eher überschaubares Frühstück. Mittags dann der Klassiker, den man eigentlich besser weiß: irgendwas gegessen, das definitiv nicht mehr gut war. Der Körper merkt sich sowas. Abends noch Gyros, Pommes, ein bisschen Leben genießen wollen – und als hätte man es herausfordern wollen, noch eine Tafel Schokolade hinterher. Kann man machen. Muss man aber nicht.

Sonntag kam dann die Quittung. Kein Frühstück, kaum getrunken, und irgendwann mittags ging’s los: Bauchschmerzen, Hitzewallungen, Durchfall. So ein richtig unangenehmes Gesamtpaket, bei dem man merkt, dass der Körper gerade aufräumt – und zwar gründlich. Im Laufe des Tages wurde es nicht unbedingt schöner, eher im Gegenteil, bis irgendwann Imodium ins Spiel kam und die Lage zumindest langsam wieder in Richtung Normalität kippte. Abends dann vorsichtig wieder etwas gegessen, nichts Wildes, einfach nur schauen, was geht.

Die Nacht zum Montag fühlte sich dann endlich wieder wie ein kleiner Reset an. Keine Dramen mehr, keine Eskalation – einfach nur Ruhe.

War kein gutes Wochenende. Aber vielleicht genau so eins, das einen wieder ein bisschen erdet und daran erinnert, dass man manchmal eben doch besser auf sich achten sollte.

Sonntag, 30. März 2014

Kotzliste

Päpstliches Verhalten: Wasser predigen und Wein saufen

-          USA-Reise: Es muss an allen Ecken gespart werden!!

-          Konsequenz: auf Nachfrage Bayernspiele: Ablehnung!

-          Hingegen hier Oldie-Night, Torwartklotten, Arminia usw..

Messen mit zweierlei Maß:

-          Sparen -> Dänemark mit XXXXX!?

-          Vorwurf XXXXX, zu große / zu teure Wohnung in Cuxhaven

Umgang mit der Familie:

-          Rumschreien und Hochgehen, bei Kleinigkeiten oder „Abweichungen vom Kurs“

-          Erwachsene Leute anschreien und niedermachen!?

Prioritäten:

-          Zimmerumbau im Oktober: Stand April des nächsten Jahres, warten auf die Surround-Anlage, einen Kalender und der Bayernfahne

-          Bayernkarten: Hätte ich mich nicht gekümmert würde ich auf das Versprechen von 2006, dass wir in die Allianz Arena kommen noch warten, hingegen wenn XXXXX kommt oder seine Großprojekte anstehen, wird ALLES möglich gemacht, dass es klappt.

-          Beispiel: XX.XX.XXXX, ich will B-Day feiern, ist ein Freitag: „Kann XXXXX nicht kommen, damit wir Musik machen können, Mein Geburtstag?

Rauchen…

Fußball:

-          Erst sagen und versprechen, mach du das, ich misch mich nicht ein etc., ich organisiere und im letzten Moment wird alles umgeworfen

-          „Ich würde wohl gerne da und da spielen“ – Er organisiert (stümperhaft), dass 8 Leute die Einladung nicht erhalten

Hochheilige Versprechen und es wird nichts gehalten:

-          Auto, überall wird rumgefahren, gesucht und geguckt, dann allerdings, nö!

-          Fliegen nach London zum gewöhnen, huch, zu teuer, dann München… und? Nix passiert

-          Samstagabend: wie ihr spielt morgen Fußball?? Ich komme mit, versprochen!!!

-          Sonntag: ohh ich glaub ich komm doch nicht mit…

-          Versprechen pro Monat etwas für das Kantinenessen zu geben – 2 mal auf Nachfrage bekommen

Desinteresse an der Familie:

-          Kopf durch die Tür: Alles gut? – Ja – ok, tschüss… Nein - *seufz* XXXXXXXXX, tschüss

In der Vergangenheit:

-          Sachen wurden nicht erklärt, ich mach das lieber alleine! (Vorwurf nichts mehr im Garten zutun)

-          Sachen wurden madig gemacht und kritisiert: Fußball hätte ich lieber schon ganz jung angefangen (Dann aber auch im Regen dahin! -> Lieber motivieren und unterstützen?)

-          Wechsel von Tischtennis auf Fußball nicht berauschend?


Freitag, 7. März 2014

Depri Deep Talk Pt. IX

07.03.14, 02:41

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moin

Du hast Folgendes gesendet:

wie gehts?

07.03.14, 13:49

Facebook-Nutzer

geht soweit. wie siehts bei dir aus?

07.03.14, 15:45

Du hast Folgendes gesendet:

joa, ich zieh am wochenende endgültig in dortmund aus

07.03.14, 16:09

Facebook-Nutzer

Okay. Wo gehts hin?

Du hast Folgendes gesendet:

in den hinteren bereich der wohnung meiner eltern... erstmal ein sicheres soziales umfeld schaffen

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Das ist immer gut

Sonntag, 12. Januar 2014

Krank und arm

Krank sein ist schon scheiße, krank und arm, ein unüberwindliches Lebensleiden...
Warum ist das so, warum kriegen einige alles Schlechte aufgeladen während andere verschwenderisch mit ihrem Überfluss an Guten umgehen und es nicht einmal wertschätzen...
Scheiss Welt!