Montag, 2. Juni 2014

Mieses Wochenende

Manchmal braucht es gar keinen großen Knall, um zu merken, dass ein Wochenende komplett daneben geht – es reicht schon, wenn der Körper einfach sagt: „Heute nicht.“

Freitag fing noch halbwegs kontrolliert an. Dialyse, Blutdruck bei 140/90, also nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Doch kurz vor Schluss setzte dieser dumpfe Kopfschmerz ein, der sich dann hartnäckig bis tief in die Nacht zog. Paracetamol, ein bisschen Wasser – mehr war da nicht zu holen, außer die Hoffnung, dass der Samstag besser wird.

Samstag war dann so ein typischer „läuft schon irgendwie“-Tag. Neues Medikament gestartet, Lercanidipin, dazu ein eher überschaubares Frühstück. Mittags dann der Klassiker, den man eigentlich besser weiß: irgendwas gegessen, das definitiv nicht mehr gut war. Der Körper merkt sich sowas. Abends noch Gyros, Pommes, ein bisschen Leben genießen wollen – und als hätte man es herausfordern wollen, noch eine Tafel Schokolade hinterher. Kann man machen. Muss man aber nicht.

Sonntag kam dann die Quittung. Kein Frühstück, kaum getrunken, und irgendwann mittags ging’s los: Bauchschmerzen, Hitzewallungen, Durchfall. So ein richtig unangenehmes Gesamtpaket, bei dem man merkt, dass der Körper gerade aufräumt – und zwar gründlich. Im Laufe des Tages wurde es nicht unbedingt schöner, eher im Gegenteil, bis irgendwann Imodium ins Spiel kam und die Lage zumindest langsam wieder in Richtung Normalität kippte. Abends dann vorsichtig wieder etwas gegessen, nichts Wildes, einfach nur schauen, was geht.

Die Nacht zum Montag fühlte sich dann endlich wieder wie ein kleiner Reset an. Keine Dramen mehr, keine Eskalation – einfach nur Ruhe.

War kein gutes Wochenende. Aber vielleicht genau so eins, das einen wieder ein bisschen erdet und daran erinnert, dass man manchmal eben doch besser auf sich achten sollte.

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