Mittwoch, 24. Januar 2007

Versuch eines Abschiedsbriefs

Es ist mal wieder so weit, ich frage mich, warum ich mir das antue, Tag für Tag, warum lebe ich? Nur um anderen nicht weh zu tun, wenn ich dieses "Geschenk", dass ich nicht weiterverkaufen kann, loswerden will?

In letzter Zeit haben sich einige Dinge gewandelt, ich habe das Gefühl, ich bin wieder ich, aber das alleine kann mich nicht am Leben halten, irgendwas in mir fehlt einfach... Es starb vor 9 Jahren auf dem OP-Tisch und seit diesem Tag bin ich nur noch ein Schatten dessen, was ich sein könnte.

Dieser Text wird mit der Absicht geschrieben, dass ihn jemand liest, ich hoffe euch ist klar, dass ihr, die ihr das lest die einzigen Gründe gewesen seid, die mich von meiner Entscheidung abhalten konntet, ihr seid wirklich gute Menschen und ich hoffe euch wird irgendwann einmal etwas Gutes geschehen und man würdigt eure Taten.

Es gibt drei Dinge, die mir leidtun. Für diese möchte ich mich in meinen letzten Worten entschuldigen. Es tut mir leid, dass ich die Freunde, die mir welche waren, nie sah und mich denen hingab, die sich durch mich nur selbst verwirklichen wollten und denen trotz aller Treueschwüre nie etwas an mir lag... An letztere möchte ich nur sagen, dass ich einen von euch geliebt habe und vermutlich ist mit diesem letzten Menschen, den ich liebte, auch der letzte Teil in mir gestorben, der mich hätte aufhalten können...

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