Freitag, 26. Oktober 2007

26.10.2007

Es sind keine hörbaren Stimmen, es ist etwas in mir, dass mir ein schlechtes Gewissen macht, es ist etwas Grauenvolles in meinem Unterbewusstsein, es sind Erinnerungen as einer längst vergangenen Zeit, verblasste Bilder von tagen, in denen ich fröhlich war.

Ich verfalle merklich in eine Herbstdepression, die mir nicht guttut, ich verspüre häufiger den Wunsch allein zu sein, als es gut für mich ist, und höre Musik, die mich an früher erinnert, an die Zeit wo ich nicht mehr als ein Schatten meiner selbst war. Ich vermisse den Menschen, der mir eine helfende Hand reicht, der mir auch mal sagt, dass ich toll bin und es so meint, es sich ständig selbst einreden zu müssen und anderen auch ist aufreibend und gibt mir das Gefühl ein Nichts zu sein.

Ich schlafe zwar wieder regelmäßig, aber nicht gut, träume komische Dinge, beängstigende Dinge und frage mich, was ich tun kann. Seit 2 Tagen habe ich keine Zigaretten mehr, Alkohol habe ich seit Wochen nicht getrunken, wie es scheint kommt mein Körper an einen Punkt, wo er realisiert, dass ich auch ohne leben muss, mir ging es heute extrem schlecht, zwar nicht so extrem wie bei meinem letzten Entzug die gesamten ersten 4 Wochen waren, aber es ließ Erinnerungen zu.

Meine Gedanken kreisen um merkwürdige Dinge, über die ich nicht nachdenken sollte, ich überlege mir, wie ich einen Menschen töten kann, fange an mir langsam im Kopf Gedanken zu machen, habe Fantasien von Blutbädern, von einer nie da gewesenen Mordserie, einem Rachefeldzug, davon ein Reiter zu sein, ein Reiter der Apokalypse mit einem flammenden Schwert.

Ich schwanke zwischen diesem Hass und meiner Traurigkeit, ich weiß nicht, ob das nicht genau das ist, was man verbittert nennt und ob ich nicht schon das bin, was ich nie sein wollte, aber irgendetwas sagt mir, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich werde mich heut Abend mit meiner Flasche Absinth begnügen und hoffen, dass ich es überlebe... und dann werde ich keinen Tropfen Alkohol mehr anrühren für sehr lange Zeit, auch wenn das ein harter Weg ist. Aber ich habe den schon mal durchschritten und ich bin stark genug, das zu wiederholen!

Ich weiß nicht, was heute los ist, aber ein Schatten liegt über mir und ich hoff ich kann dem irgendwie auf den Grund kommen! Na hoffentlich!

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