Ich zittere am ganzen Körper, wieder
nicht geschlafen, wieder die Nacht am Fenster zugebracht und die Wolken dabei
beobachtet, wie sie abwechselnd den Mond verdeckt haben, meinen Computer von
einem Bekannten hacken lassen und jetzt das, meine Mutter zwingt mich einen
Arzttermin wahr zu nehmen, den ich nicht wahrnehmen will...
Ich kann einfach nicht, es mach mir Angst, ich habe Schweißausbrüche, wenn ich
nur daran denke, ich will einfach nicht schon wieder gestochen werden, dass man
mir schon wieder Blut abnimmt um damit irgendwelche fahdenscheinlichen
Experimente zu machen, ich will das nicht. Ich will meine Ruhe haben. Ich
möchte einem lieben Menschen sagen, dass ich mich ihm sehr zugeneigt fühle und
sich das Leben in seiner Nähe ein wenig lebenswerter anfühlt und diesen
Menschen in die Arme nehmen und ganz fest halten...
Tränen, weil ich schon wieder träume, oder nicht? Ach es ist ungerecht, immer
wenn ich mal meine Probleme auflisten will klingt das ganze wie der wehleidige
Versuch in Selbstmitleid zu terfließen, ich hasse Selbstmitleid. Das hilft
keinem weiter und macht es nur noch schlimmer.
Ich will jetzt nicht zum Arzt, ich will und werde da auch nicht hingehen, nicht
in meinem Zustand, nicht jetzt und auch nicht so, nein ich will nicht, die
sollen mir wannanders Blut abnehmen, ich will jetzt meine Ruhe haben vielleicht
das ein oder andere Liebeslied hören, was in mir unstillbare Sehnsüchte weckt
und noch ein wenig den Zustand genießen so emotional angreifbar zu sein.
Heute Nacht, als der Hacker sich ne Stunde an meinem System ausgelassen hat,
habe ich während wir die ganze Zeit in Kontakt waren öfter daran gedacht, was
wohl wäre, wenn das nicht jemand wäre, dem ich das System so überlasse, dass er
sein Backdoorprogramm ausgiebig testen kann, wenn irgendjemand die Leichen
findet, die in meinem Datenkeller liegen, wäre das Grund genug zu fliehen und
dem altmodischen Bauern in seiner schwarzen Kutte die Hand zu reichen? Den
letzten Zug nach Nirgendwo nehmen, "roses to no one"?
Ich glaub nicht, aber mir ist bewusst wie unbekümmert ich mit meinen Daten
umgehe, naja und das sagt ein Bekannter, der scheinbar von meiner Paranoia mich
in Gefahr zu befinden und dem Verfolgungswahn noch nicht so viel wusste, naja
was auch immer, ich möchte Blumen schenken, ich möchte den Mond anheulen in
einer sternenklaren Nacht, ich will das sein, was die Spreu vom Weizen trennt,
der Funke der Begeisterung, die letzte Flasche Wasser im Wüstenurlaub!
Und was bin ich stattdessen? Ein Teletubbiezurückwinker, der Angst und Panik
davor hat zum Blutabnehmen zu gehen, ich hasse Krankenhäuser und sowas, ich
will das nicht mehr, nein, nein, nein!
(Originales Live Journal)
Ich schreibe und teile mich der Welt mit, seit ich quasi schreiben kann, dies ist der Platz, wo quasi das Prequel vom Tickman Life Entertainment spielt, ich versuche hier so ungefiltert und unzensiert wie möglich den gaaaaaanz alten Scheiß zu sammeln for whoever is interested, stellt es euch vor, wie die Demotapes einer mittlerweile etablierten Band...
Montag, 11. Dezember 2006
Furcht und Fluchtgedanken
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